Forum für leidenschaftliche Gesundheit

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Beitragvon Teischel » 1. Mai 2016, 12:54

Krankheit & Sehnsucht
Forum für leidenschaftliche Gesundheit


Mit diesem Forum soll ein Raum für die bewusste Auseinandersetzung mit den psychosozialen Zusammenhängen von Krankheit und Gesundheit (Sucht & Sehnsucht) eröffnet werden.

Darin werden die äußeren und inneren, physischen und psychischen Gefährdungen und Bedrohungen des Menschen durch gewaltsame, unterdrückende, manipulative, krankmachende Lebensumstände in Familie und Gesellschaft ebenso zur Sprache kommen können wie seine möglicherweise unheilvollen oder heilsamen Antworten darauf.

Psychosomatische Erkrankungen, Süchte und gewaltsame Abwehrstrategien aller Art, die wir gegen uns selbst und andere richten - und in denen sich unsere eigene Entfremdung ausdrückt - sollen aus ihren Hintergründen und inneren Zusammenhängen verstehbar werden: um sie nachhaltig zu überwinden und gemeinsam befreiende Lebensverhältnisse gestalten zu können.

Dabei entfalten sich in jedem einzelnen Menschen - wenn er nicht gewaltsam daran gehindert wird - leidenschaftliche, sehnsüchtige Potentiale, die ihn seinen eigenen selbstbewussten, schöpferischen Weg zu einem sinnerfüllten Leben gehen lassen: auf dem er zu sich findet und gesund bleibt oder es wieder werden kann - in Verbundenheit mit allen anderen Einzelnen, die einander als Subjekte begegnen und achten.
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Re: Forum für leidenschaftliche Gesundheit

Beitragvon Milka » 9. Jun 2016, 17:43

HI, das was ich da lese, schwebt mir schon lange vor. Ich habe mir dazu ein Konzept überlegt, meinen Job gekündigt und mache vorbereitend eine Heilpraktikerausbildung.

Was ich vermisse sind Studien über Zusammenhänge zwischen zB Migräne und Lebensart, Autoimmunerkrankungen und Lebenssituation etc. Die Forschung geht ja immer in Richtung käuflicher Produkte, ich möchte in die Richtung Heilung durch Abstellen der krank machenden Situation. Dafür muss man das erst mal durchschauen.

Wer ist denn sonst noch hier unterwegs und was treibt Euch? LG Milka
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Re: Forum für leidenschaftliche Gesundheit

Beitragvon Teischel » 10. Jun 2016, 20:58

Willkommen in diesem Forum, das erst noch ein interaktives werden will ;) - um so schöner, wenn Sie (oder Du, in der Akademie dürfen wir auch "Genossin" sagen) sich in meinen Intentionen wiederfinden können. Die psychosomatischen Zusammenhänge unserer Erkrankungen mit den krankmachenden Verhältnissen dieser Konsum- und Leistungsgesellschaft werden jetzt allmählich immer klarer erkannt, doch es ist sicher noch ein weiter Weg, bis sie auch zum öffentlichen Allgemeingut werden und Eingang in Studien- und Ausbildungsordnungen finden. Es gab nach dem Krieg eine erste Blütezeit der Psychosomatischen Medizin (Viktor von Weizsäcker, Alexander Mitscherlich u.a.), doch jetzt wird sie, insbesondere durch die Erkenntnisse der Neurobiologie, erst richtig nachhaltigen Auftrieb bekommen und Verbreitung finden, auch wenn die herrschende Medizin noch immer mechanistisch-funktional tickt. Ähnlich wie die Erkenntnisse der Bindungsforschung nach ihren bahnbrechenden Anfängen (John Bowlby u.a.) zunächst wieder in Vergessenheit geraten sind und jetzt, seit etwa 10 Jahren, durch die neurobiologischen Forschungen (die im übrigen auch viele Einsichten der Psychoanalyse bestätigen) zu maßgeblichen Grundlagen für eine ganz neue Beziehungskultur werden (können).
Ein aktueller Buchtitel, der womöglich direkt zu Ihrem (Deinem) Interessengebiet passt, liebe Genossin, ist der von Christian Schubert, Psychoneuroimmunologie, in dem es, auch mit Studien belegt, um die Zusammenhänge von Lebenssituation, frühkindlichen Erfahrungen und psychosomatischen Erkrankungen geht. Spannend, und ein ganz neues Forschungsgebiet.
http://www.schattauer.de/de/book/detail ... rapie.html
Soweit ein kleiner Willkommensgruß, mit besten Wünschen für Ihre künftigen ganzheitlichen Wege,
Ihr "Genosse" Teischel aus Klagenfurt :)
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Re: Forum für leidenschaftliche Gesundheit

Beitragvon Milka » 12. Jun 2016, 18:19

Hi Teischel,

das Du ist in Ordnung. Und Danke für den Buchtipp!

Ich möchte gar nicht so viel und ausführlich schreiben. Aber ich würde gerne Interessenten finden, die mit mir ein Projekt durchführen wollen würden. Ich will ab nächstem Jahr Kurse anbieten, die zum Ziel haben, die eigene Mentalität so tiefgreifend positiv zu beeinflussen, dass genetische Schalter (EpigenetiK) umgelegt werden können. Dass zB jemand mit Diabetes 2 wieder ganz gesund wird. Ich habe dazu Material zusammen getragen über Spontanheilungen aus wissenschaftlicher und religiöser Sichtweise, sowie Ergebnisse aus der Glücksforschung. Erfahrungen habe ich in Kursen, in denen es zu Veränderungen und Heilungen kam, allerdings waren das Religionsgemeinschaften. In meinen Kursen soll keine Religion gefördert oder verboten werden. (Das Leben und die Liebe sind Gott genug). ;)
Ab August bin ich ganz frei, da würde ich auch gerne reisen und Interessenten treffen. Für dIe Kurstage/-abende werde ich Mitarbeiter für einzele Elemente brauchen, es wird nicht nur um geistigen Input, sondern auch eine Menge Körpererfahrung gehen. Ich will aber nicht alles selbst vorgeben, sondern denke an ein Team, das das Konzept mit kreativen Einflüssen befruchtet.

Ach so: Am liebsten ist mir zu Beginn der Bonner Raum. Ich bin Diplombiologin, habe aber auch schon in anderen Berufen gearbeitet. Würde mich freuen, wenn ich hier Menschen begegne mit großen Träumen, die Geschick und Erfahrung mit Gruppen haben. LG Milka
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Re: Forum für leidenschaftliche Gesundheit

Beitragvon Milka » 14. Jun 2016, 15:35

Hi Teischel,

Du schreibst ganz oben im letzten Abschnitt, wenn ich Dich richtig verstanden habe, dass die Störungen in der Entwicklung eines Menschen auch ein Potential enthalten, mit Leidenschaft einen besonders kreativen Weg finden zu können.
Das ist ganz sicher so. Bei Helen Keller war es die Erblindung, die sie zu erstaunlichen Leistungen befähigt hat. Jesus (eigentlich Jehoschua) - der Wanderprediger und "Heilpraktiker" - war ein uneheliches Kind, ungewollt, zumindest vom Verlobten der Mutter und entwickelte später eine große Liebe zu allen Leidenden und grub grundlegende Weisheiten aus seiner verstaubten Religion aus. Ich selbst habe eigene Erfahrungen, die mich empathisch machen für ihn und seinen Weg. Es wäre ein großes Geschenk, wenn wir Begegnungen ermöglichen können, in denen Menschen so grundlegend aufgebaut werden, wie er es tat. Allerdings bin ich sicher, dass es dazu der körperlichen Begegnung bedarf, dass das Netz nicht der geeignete Ort ist.

Was meinst Du?
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Re: Forum für leidenschaftliche Gesundheit

Beitragvon Teischel » 15. Jun 2016, 14:26

Hi, Milka,
das denke ich allerdings auch, dass die reale "leibhaftige" Nähe niemals ersetzbar ist und es immer ganzheitliche, also Körper, Seele und Geist berührende Erfahrungen sein müssen, wenn wir uns grundlegend verändern beziehungsweise zu den Menschen entwickeln möchten, deren Potentiale in uns (noch) verborgen sind.
Es fehlt ja gerade bei fast allen an liebevollen Erfahrungen frühkindlicher Geborgenheit, die dann später in den Bindungsstörungen und Süchten (Symptomen) der Erwachsenen erkennbar werden.
Und wenn wir das verlorene frühe (Liebes-)Glück später nachholen wollen, ist das nicht nur ein mühsamer (doch überaus lohnender) Weg, sondern auch nur über zutiefst berührende neue Erfahrungen möglich... Die soll dieses Forum ein wenig ermöglichen helfen, doch der gedankliche Austausch ist eben nur der erste Schritt, um Gleichgesinnte und Sehnsüchtige zu finden, die dann in persönlichen Begegnungen gemeinsam ihre Potentiale zu entfalten beginnen können.
Auf der Seite der Akademie gibt es auf dem "Marktplatz" ja auch die Möglichkeit, für seine konkrete Region Mitmenschen zu suchen und zu finden, die dann an einem gemeinsamen Projekt arbeiten können. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es im Bonner Raum (wo ich von 1986 bis 1988 gelebt und u.a. eine "Philosophische Praxis" ins Leben gerufen habe) aufgeschlossene Menschen für Deine Ideen gibt und sich dort eine inspirierende Gruppe gründen ließe! Die Zeichen stehen auf Veränderung - wir brauchen dringend eine neue Beziehungskultur, jenseits gegenseitiger Manipulation und Entpersönlichung in asozialen Netzwerken, die uns der inneren und äußeren Natur zunehmend entfremden.
In diesem Sinn, persönliche Grüße aus Klagenfurt,
Otto Teischel
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Re: Forum für leidenschaftliche Gesundheit

Beitragvon Milka » 16. Jun 2016, 17:25

Hi Otto,

entschuldige bitte meine unhöfliche Anrede, ich wusste nicht, dass Dein Benutzername Dein Nachname ist. Aus anderen Foren kenne ich nur konstruierte Benutzernamen. Auch gibt es dort die Möglichkeit, persönlichere Dinge unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu besprechen. Vermisse ich hier.

Inzwischen habe ich Dich (und Deine Aktivitäten) "gegoogelt" und freue mich, dass doch mehr Menschen in der Richtung unterwegs sind, als gedacht. Du bildest Erzieher aus? Ich habe meinen (Seiteneinsteiger-) Lehrerjob nach 10 Jahren aufgegeben, weil ich zuletzt den EIndruck habe, ein sinkendes Boot mit einem Becher ausschöpfen zu müssen. Da sind so viel kranke Eltern unterwegs. Ich denke, die brauchen zuerst Hilfe. Wenn die SuS morgens zuversichtliche, frohe Eltern erleben würden, dann wäre das schon die halbe Miete.

Auf Gerald Hüther und all diese philosophischen Überlegungen bin ich allerdings erst gestoßen, als ich googeln wollte, ob es schon jemand gibt, der etwas plant wie ich. Und wenn ich frage, weiß auch niemand etwas von dieser Bewegung. Das heißt: So etwas Wichtiges, wie das neue Weltbild, das wir dringend brauchen, muss an den Normalbürger heran gebracht werden, er findet es nicht allein, wer googelt schon etwas, was er noch nicht kennt?

Und hier schließt sich der Kreis: Ich arbeite ja an einem Konzept für einen ganzheitlichen Kurs, der die Voraussetzungen für Heilung bis in die Tiefe (Epigenetik) schaffen soll und werde dann auch das Problem haben, wie findet der Bedürftige dort hin? Ich muss das Schuljahr noch abschließen, Zeugnisse... Du weißt schon. Aber dann will ich Deinen Rat befolgen und eine Bonner Gruppe für diese Idee gründen. Allerdings bin ich kein Philosoph, sondern Praktikerin mit viel Erfahrung im Tun. Ich hab ne Frauengemeinschaft und Pfadfinder geleitet, in meiner christlichen Phase auch Seelsorge gemacht. Ich kann Schätze ausgraben aus den Religionen - nur kein Paradies für nach dem Tod versprechen. Wer solches echter Freude in der Gegenwart vorzieht, muss wo anders hin gehen.

Ich besuch Dich mal in Klagenfurt! Schöne Grüße aus Siegburg! Milka
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